Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik und Haiti teilen sich die Insel Hispaniola. Eine Insel mit einer sehr langen und bewegten Geschichte und sehr vielen interessanten Abläufen in der Vergangenheit.

Als ich vor vielen Jahren das erste mal diese Insel besuchte, vor Jahrzehnten, da konnte ich die Sprache nicht, hatte keine Ahnung von den zwei Ländern, der Kultur und Denkweise, auch nicht dass Geschichtsbücher absichtlich falsch geschrieben wurden und nebst landschaftlich auch menschlich eine Vielfalt existiert, die mich in den Bann zog.

Menschen die mich nicht verstanden und doch haben wir uns gefühlt, waren fremd und doch eins – verschiedene Welten aber aus einem Herzen. Mich haben diese Reisen sehr viel gelernt. Reisen in eine Welt wo nicht einfach etwas vorgegaukelt wird, was gut und was schlecht, was notwendig und was verwerflich ist – noch viel näher dran an der primitiven Kraft der Natur die vieles besser erklärt als all die Gesetzbücher, Regeln, Anweisungen und zum Teil erbärmlich dummen Anforderungen von Nichtwissenden Menschen die mit Religion, Autorität und falsch verstandener Macht Massstäbe kreieren – die gegen die Wahrheit, den Ursprung nichts als lächerlich und falsch wirken.

Religionen, wo auch die wohl älteste Religion nicht fehlen darf, pägen Gedanken und Abläufe wie auch ein ganz anderes Verständnis.

Ich lernte bei diesen Reisen auf der Insel auch sehr viel über mich, mein Empfinden kennen. Nichts schien so zu sein wie es auf den ersten Blick wirkte. Ja ich war in Slums, Regionen wo man mir sagte, da kommt man nicht mehr lebend raus, ich habe die tausenden Leichen vor mir gesehen, die Schaufellader mit dem Schutt aus der Stadt stossten, nach dem Erdbeben. In dieser Zeit wo ich dort war, war alles irgendwie intensiver, alles aber auch viel mehr voller Widersprüche.

Armut in lächelnden und zufriedenen Gesichtern, Tod und Leben im Wechsel wie die Wellen des Meeres – da spürte ich Emotionen, von denen die Europäer erzählen aber längst nicht mehr leben und spüren.

Freude, Trauer, Leid und Glück – nicht erklärt – sondern spürbar in allem was Dich umgibt. Hier sind nicht seltsame Regeln die sagen was Leben heisst – weil Regeln nicht funktionieren wenn man sie nicht zum leben braucht….

Ich begann das Land, die Leute zu lieben, zu respektieren und wohl die schönsten Momente meines Lebens erlebte ich auf dieser Insel. $

Es wurde zur zweiten Heimat und meine Familie in meinem Herzen hat mehr Lateinamerikaner als Europäer.

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